Viele Unternehmen haben die Bedeutung von Daten erkannt und versuchen die vorhandenen Potenziale gewinnbringend zu nutzen. Die neue PwC-Studie zur digitalen Transformation zeigt jedoch, dass die Menge an Daten stetig zunimmt. Der Informationsfluss wächst und doch wird nur ein verschwindend geringer Anteil dieser Informationen und Daten auch genutzt. Neben den vielen Chancen, die eine höhere Datenmenge bietet sehen sich viele, vor allem kleine und mittelständische, Unternehmen mit der steigenden Datenflut konfrontiert und scheuen sich vor großen Investitionen in die Strukturierung und Aufbereitung ihrer Datenschätze. Dabei können veraltete oder schlecht aufbereitete Daten mit mangelnder Qualität zu folgenschweren Fehlentscheidungen führen. Wir zeigen, wie Unternehmen diese Herausforderungen meistern können und welche Rolle die Position des Chief Data Officer dabei spielen kann.

Die Datenflut wird immer größer – und bleibt meist ungenutzt

175 Zettabyte (175.000.000.000 Terabyte) an neuen Daten werden im Jahr 2025 voraussichtlich weltweit generiert werden. Das geht aus einer Studie von PwC Deutschland zum Thema digitale Transformation aus dem Jahre 2021 hervor. Diese Prognose deutet darauf hin, dass die Herausforderung von Unternehmen bei der Verarbeitung und Nutzung dieser Daten in Zukunft nicht kleiner wird – im Gegenteil. Bedenken macht jedoch vor allem eine andere Statistik aus dieser Studie: Nur 0,5% der entstehenden Daten werden von Unternehmen auch genutzt.

an neuen Daten werden 2025 generiert werden

Um dieses Problem genauer betrachten zu können, lohnt sich ein Blick in die jüngste Vergangenheit: 90% der bestehenden Daten sind in den letzten zwei Jahren entstanden. Basierend darauf ist davon auszugehen, dass eine Verdopplung der weltweit erzeugten Datenmenge alle 2 Jahre stattfinden wird. In Verbindung mit dieser exponentiellen Entwicklung der Datenmengen steht das stetige Hinzukommen neuer Datenquellen in den letzten Jahren. Erste technologische Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten und zeigten sich in Infrastrukturen wie Data Lakes und Warehouses. In der nächsten Stufe entstanden Data Fabrics um die verschiedensten Datenquellen und -arten auf einen Nenner zu bringen und so auswerten zu können. Das sind nur einige von wenigen Technologien der letzten 5 Jahre, die es ermöglicht haben, dass vorher zum Teil als nutzlos erachtete Daten heute an Bedeutung gewinnen, weil man sie nun strukturieren, gezielt anreichern und dadurch sinnvoll verarbeiten kann. Es findet eine Verschiebung statt nicht nur von der Art der Daten, sondern auch von Ort und Art der Speicherung und Möglichkeit der Nutzung.

%

der befragten Mitarbeiter sind zuversichtlich,
sich an neue Arbeitsplatztechnologien anpassen
zu können.

Rund 49% der befragten Führungskräfte geben an, ihre Investitionen in die digitale Transformation in den nächsten Jahren um 10% oder mehr erhöhen zu wollen. Dafür ist es essenziell, dass auch die Mitarbeitenden diesen Weg mitgehen. Während die ersten Jahre der digitalen Transformation bei Mitarbeitenden mit Ängsten verbunden war, sind heute 80% der Befragten zuversichtlich, dass sie sich an neue Arbeitsplatztechnologien anpassen können. Um die Chancen der datengesteuerten Zukunft für sich persönlich zu nutzen, haben 40% der Befragten während der Pandemie aktiv an der Verbesserung ihrer digitalen Fähigkeiten gearbeitet. Nun liegt es an den Unternehmen, diese Entwicklung auch strategisch ins unternehmerische Handeln einzubringen.

Die Rolle des Chief Data Officer – Die Datenflut lässt sich strategisch bewältigen

Was diese Technologien gemeinsam haben ist, dass sie keine schnelle Sofort-Lösung darstellen, sondern unbedingt Teil einer langfristigen Datenstrategie sein sollten, da sie direkten Einfluss auf das unternehmerische Handeln hat. Besonderen Zeitdruck verspüren dabei große Unternehmen, deren Aktionär:innen darauf drängen datenbezogene Themen in die Unternehmensabläufe zu integrieren. Doch auch kleinere Unternehmen sollten, um dauerhaft konkurrenzfähig zu bleiben, zeitnah auf den Einbezug von Datenanalysen in das Geschäftsmodell setzen. Aus diesem Hintergrund heraus geraten Unternehmen in Zugzwang eine Rolle auf C-Level zu etablieren, die die Arbeit mit Unternehmensdaten rechenschaftspflichtig verantwortet. Zwar haben bisher nur 21% der börsennotierten Unternehmen weltweit einen Chief Data Officer (CDO), der Trend zeigt jedoch klar wo es hingeht: In den letzten zwei Jahren stieg die Zahl der CDO-Ernennungen um 61% (Quelle: PwC Deutschland).

Um diese Vorhaben zu unterstützen, bilden sich zunehmend Initiativen, die Unternehmen europaweit in einen Austausch bringen und somit Potenziale, Chancen und Know-How in Europa bündeln. Eine der wichtigsten ist das „Chief Data Officer and Information Quality“-Forum (CDOIQ). Erstmals findet dieses im Jahre 2022 in Europa statt und bringt Fachleute mit Anwendungserfahrung aus der Praxis zusammen. Ziel ist es, den Austausch zu innovativen Ideen zu intensivieren und Best Practices zu fördern. Dass mit der Schweiz erstmals eine europäische Nation das diesjährige MIT CDOIQ ausrichtet zeigt, dass Deutschland und Europa eine große Rolle in der Gestaltung der digitalen Zukunft spielen können. Gemeinsam mit unserem Geschäftsführer und CDO bei PwC Deutschland & Europa, Marcus Hartmann, verfolgen wir gespannt die Entwicklungen und sind zuversichtlich mit starken Partnern im Rücken einen entscheidenden Beitrag dazu zu leisten.

Mehr zum CDOIQ-Forum finden sie finden Sie in der offiziellen Pressemitteilung von PwC Deutschland und auf der Website zum CDOIQ-Forum.

arrow left Zurück zur Übersicht